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Gehe kaufen mit Kursziel 49 Euro 14.09.2000
Sal. Oppenheim
Die Analysten von Sal Oppenheim stufen die Aktien der Gehe AG (WKN 585800) von „Halten“ auf „Kaufen“ hoch. Ebenso sehe man bei dem Titel ein Kurspotenzial bis 49 Euro.
Die Gehe AG sei der größte Pharmagroßhändler in Europa und verfolge die überzeugendste Strategie unter den Pharmagroßhändlern in Deutschland. Während die deutschen notierten Wettbewerber Andreae-Noris Zahn AG (Anzag) und Sanacorp seit Jahren ihre Strategie neu überdenken müssten, um in Zukunft auf dem Markt bestehen zu können, konzentriere sich Gehe erfolgreich auf die Kernkompetenzen Groß- und Einzelhandel sowie auf die Internationalisierung der beiden Geschäftsbereiche.
Dabei sei der Einzelhandel, also der Vertrieb von Medikamenten über Apotheken, ein wichtiges Standbein für die weitere Entwicklung des Unternehmens. In diesem Bereich würden die besseren Margen erzielt werden, und er habe auch die besseren Aussichten, den Bekanntheitsgrad des Unternehmens beim Verbraucher zu erhöhen, was nicht zuletzt im Zeitalter des E-Health-Business zunehmend an Bedeutung gewinne.
Im Gegensatz zu seinen deutschen Wettbewerbern könne Gehe nunmehr auf jahrelange Erfahrung im Einzelhandel zurückblicken. Dies werde, wenn in Deutschland und einigen anderen europäischen Ländern das Fremd- und Mehrbesitzverbot für Apotheken falle, einen erheblichen Wettbewerbsvorteil gegenüber Anzag und Sanacorp bedeuten, die über keinerlei Einzelhandelserfahrung verfügen würden. Die Phoenix Pharmahandel AG & Co., Deutschlands größter Großhändler, habe zwar Erfahrung im Einzelhandel; mit etwa 250 Apotheken in Großbritannien betrage dessen Umfang aber weniger als ein Viertel der Apotheken der Gehe. Unter den börsennotierten Pharmagroßhändlern existiere in Europa nur ein ernstzunehmender Wettbewerber: Alliance Unichem führe sein Geschäft mit den Apotheken und im Großhandel ähnlich erfolgreich wie die Gehe AG.
Durch die eingeführte B2B-Lösung (Business-to-Business) GEHE POINT könne das Unternehmen zudem die Kundenbindung deutlich steigern. Da solche Value-added-Services die Austrittsbarrieren für die bestehenden Kunden erhöhen würden, könne Gehe dem margenverzehrenden Mitbewerber entgegensehen.
Neben der Konzentration auf die Geschäftsbereiche Groß- und Einzelhandel stehe auch die weitere regionale Expansion auf dem Programm der Gehe. In der Zukunft erwartend die Analysten von Sal Oppenheim weitere Akquisitionen sowohl im Groß- als auch im Einzelhandel und infolgedessen ein Umsatzwachstum in den nächsten drei Jahren, welches deutlich über den Wachstumsraten der beiden deutschen notierten Wettbewerber Anzag und Sanacorp liegen werde. Treibender Wachstumsfaktor werde dabei der Ausbau des Einzelhandels sein.
Die Basis für die Bewertung sei das Umsatzwachstum der Gehe in der Prognoseperiode bis 2003. Aufgrund der Annahmen zu den Märkten, erwarten die Analysten eine durchschnittliche organische Wachstumsrate des Umsatzes von etwa 5,8 % in diesem Zeitraum. Bereits mit dieser Wachstumsrate des Umsatzes (17445 Mio. Euro im Jahre 2003) und ohne weitere Akquisitionen komme man auf einen fairen Wert je Aktie von 40 Euro, was etwa dem derzeitigen Kursniveau entspreche.
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